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Mehrwertsteuer

Auch die Mehrwertsteuer, welche in fast allen Schadenspositionen enthalten ist, ist grundsätzlich erstattungsfähig.

Eine Ausnahme gilt für vorsteuerabzugsberechtigte Personen (z. B. Selbständige). Können die betroffenen Schadenspositionen, wie beispielsweise Reparaturkosten für das Geschäftsfahrzeug im Rahmen des Vorsteuerabzuges abgesetzt werden, können diesbezüglich lediglich die reinen Nettokosten als Schadensersatz geltend gemacht werden. Von dieser Regelung nicht umfasst sind dem Vorsteuerabzug nicht unterliegenden Schäden, wie zum Beispiel der Schaden an einem Privatfahrzeug.

Die Mehrwertsteuer bei einzelnen Positionen

Grundsätzlich gilt, dass die Mehrwertsteuer bei sämtlichen Positionen wie Reparaturkosten oder Gutachterkosten nur dann ersatzfähig ist, wenn sie auch tatsächlich entrichtet wurde. Dies führt insbesondere bei Vorlage eines Kostenvoranschlages zu Problemen, da aus diesem nur der Nettobetrag von der gegnerischen Haftpflichtversicherung verlangt werden kann. Erst nach tatsächlicher Reparatur des Fahrzeuges kann die Mehrwertsteuer nachgefordert werden.

Als Faustregel bleibt festzuhalten, dass die Mehrwertsteuer immer dann ersatzfähig ist, wenn sie tatsächlich angefallen und der betroffene Geschädigte bezüglich der geltend gemachten Positionen nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.